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Mai 2015: "ÖKO-TEST - Ratgeber Bauen und Wohnen"

Öko-Baustoffe

Auszug aus „Natürlich kein Freifahrtschein“

„Bauprodukte aus natürlichen Rohstoffen können vieles genauso gut und manches besser als Produkte, die auch nicht nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Doch „öko“ ist nicht automatisch gesund. In manchen Fällen sind sie sogar fehl am Platz.

Beispiel: Konstruktionsmaterial Holz

Seine Energie- und CO2-Bilanz ist sehr gut, die konstruktiven Eigenschaften hervorragend und bearbeiten lässt es sich außerdem vorzüglich. Dadurch ist Holz die Nummer eins unter den erneuerbaren Baustoffen. Mit relativ guten Dämmwerten und seiner Vielfalt eignet es sich für zahlreiche Anwendungen vom Fußbodenbelag bis zum Wandbaumaterial.

Doch Holz ist nicht gleich Holz. Festigkeit und Dauerhaftigkeit sind nur zwei Merkmale, die es zu beachten gilt. Holz mag vor allem Feuchtigkeit auf Dauer gar nicht. Deshalb muss es durch die richtige Konstruktion geschützt werden. Aus Gesundheitsgründen verbietet sich ein chemischer Holzschutz, der im Innenraum auch völlig unnötig ist. Nach langen Diskussionen ist der Vorrang für den konstruktiven Holzschutz und die Verwendung von (technisch) getrocknetem Holz in der entsprechenden Norm DIN 68800-1 verankert worden.

Zudem ist nicht jedes Holz für jede Anwendung geeignet. Douglasie und Lärche eignen sich zum Beispiel für den harten Außeneinsatz besser als Buche oder Ahorn, die im Innenraum ihre Vorteile ausspielen. Kesseldruckimprägnierte Produkte sind oft aus Fichte oder Tanne, die mit dem Chemietauchbad für den Einsatz in feuchter Umgebung fit gemacht werden sollen. Da dieses häufig nur geringen Schutz bietet und vom Regen ausgewaschen werden kann, sollte man solche Produkte im Laden lassen und besser zu widerstandsfähigen Holzsorten greifen oder Konstruktionen mit eingebautem Wetterschutz vorsehen.“

[Anmerkung der Redaktion: LéonWood® setzt auf extrem widerstandsfähige Holzsorten wie beispielsweise die Polarkiefer. Als einziges Unternehmen in Europa trocknen wir die Naturstämme im Kammerverfahren und können sie so mit einer geringen Holzfeuchte liefern. Je geringer die Holzfeuchte, desto kleiner ist auch die Veränderung des Holzes in Bezug auf dessen Umfang. Die Stabilität wird deutlich erhöht, die Bauherren können wesentlich schneller einziehen. Weiterhin setzt LéonWood® auch auf die Einhaltung eines konstruktiven Holzschutzes durch große Dachüberstände. Die Witterung erreicht die Blockhaus-Fassade auf diese Weise nicht – das Holz ist vor Feuchtigkeit von außen geschützt.]

Quelle: ÖKO-TEST Verlag GmbH, ÖKO-TEST – Ratgeber Bauen und Wohnen, Sonderheft N1505, Mai 2015

Ökotest Ratgeber Bauen und Wohnen 01-2015