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LéonWood-Bauherrenbericht in der Westfalenpost im Juni 2017

LéonWood®-Blockhaus: Unser Bauherr in der Westfalenpost

Ein Eigenheim mit Liebe zum Holzduft

Am Hohlbeinweg entsteht ein einzigartiges Gebäude. Er zieht regelmäßig Schaulustige an

Meschede. „Ich wollte nie bauen und dachte auch, dass er nie einen Bauplatz findet“, sagt Melanie Entian. Jetzt sind Sie und ihr Lebensgefährte Maik Niehage stolze Besitzer eines Holzblockhauses in Meschede. Noch laufen die Arbeiten am Hohlbeinweg auf Hochtouren, doch der Rohbau steht bereits. Und was für einer. Das honigfarbene Holz der Rundstämme und die weißen Fenster fallen in der Straße schon aus einigen Metern Entfernung direkt auf. Kein Wunder, immerhin hat der dickste Stamm einen Durchmesser von 48 Zentimetern.

„Das Holz polarisiert natürlich. Man muss Holz echt mögen, sonst bringt da nichts.“ Maik Niehage, Bauherr

Das Haus ist einzigartig und genau deswegen vielleicht nicht jedermanns Sache. „Das Holz polarisiert natürlich. Man muss Holz echt mögen, sonst bringt da nichts“, sagt Niehage ganz klar. Das Paar plant das rustikale Erscheinungsbild des Eigenheims durch moderne Elemente zu ergänzen, damit das Holz nicht zu erdrückend ist. Für den 41-jährigen liegen die Vorteile eines Holzblockhauses klar auf der Hand. „Das Klima im Haus ist immer angenehm und durch Wärmedämmung gelangt die Hitze nicht zurück nach drau0ßen wie bei anderen Häusern.“ Ein Nachteil fällt Melanie Entian aber direkt ein. Sie sagt, dass man sich stark an die Optik bindet und nicht mal eben was verändern kann. „Ich hatte vorher Sorge, weil es innen genauso aussieht wie außen.“ Die Vorteile sieht sie aber auch: „Man kann viel selbst machen und anpacken. Mehr Geld kann ein Hausbauer nicht sparen.“ Auch dem näheren Umfeld ist der Blickfang nicht entgangen, Oberhalb des Hauses verläuft ein Wanderweg. Dort finden sich regelmäßig neugierige Spaziergänger ein, die einen Blick riskieren wollen. Ähnliche Szenen spielen sich vor dem Haus ab. Maik Niehage sagt, dass zwischenzeitlich zehn bis zwölf Leute das Treiben auf der Baustelle begutachten. „Wir wollten schon Kaffee und Kuchen anbieten“, scherzt er.

Bereits Erfahrung gesammelt

Der Feuerwehrmann hat bereits vorher in einem Blockhaus gewohnt, dieses aber verkauft. 2014 baute er ein Ferienhaus auf Fehmarn, natürlich aus Holz. Die Gäste geben viel positives Feedback von ihren Erfahrungen. Melanie Entian war vor ihrem ersten Besuch dort unsicher, weil sie sich die Bauweise nicht vorstellen konnte. „Dann stand ich drin und das Duftklima war toll, es roch nur nach Holz. Das gefiel mir sehr“, sagt sie und gerät ins Schwärmen. Auch nach dem Bau blieb Maik Niehage in Kontakt mit dem Verkäufer. Einen Fehler von damals räumt er ein: Er begann im November, zu der Zeit war es schon zu kalt draußen und die Feuchtigkeit ließ sich nur schwer aus dem Haus entfernen. Da permanentes Lüften wichtig ist und die Heizung noch fehlt, sind niedrige Temperaturen eine schlechte Ausgangsposition. Aus diesem Fehler lernte der 41-jährige. Aber in Meschede warteten dennoch schon früh andere Herausforderungen. Einerseits waren die Temperaturen unbeständig. „An einem Tag hatten wir alle unsere Winterjacken an und am nächsten bekamen wir auf einmal Sonnenbrand“, sagt Maik Niehage. Aber auch die Lieferung der Holzstämme sorgte vor allem für eines: ein Platzproblem. Da galt es vor allem, den Überblick zu behalten. Dafür sorgte einerseits der Richtmeister und andererseits halfen Nummerierungen an den Stämmen und Buchstaben an den Wänden. So konnten Bauteile, die erst später benötigt wurden, weiter unten auf die Stapel gelegt werden. Von da an wird nach dem Baukasten-Prinzip alles nach Plan zusammengesetzt. „Das ist ein bisschen wie Tetris spielen“, so Melanie Entian. Sie ist froh, dass ihr Lebensgefährt über Erfahrung in diesem Bereich verfügt, da sie sich den Bau als Neuling schwer vorstellt.

Kein Teil darf kaputt gehen

Nun darf kein Teil kaputt gehen. Da jeder Baumstamm ein Unikat ist und speziell mit Kettensägen und kleinem Werkzeug nur für dieses Haus hergestellt wurde, kann kein Ersatz bereitgestellt werden. Würde ein Holzstück beispielsweise beim Transport beschädigt werden, könnte das im schlimmsten Fall das ganze Projekt zum Platzen bringen. Auch die Handwerker haben mit Herausforderungen zu kämpfen. Zum einen gibt es diese Häuser und Bauweisen nicht jeden Tag auf der Agenda und zum anderen setzt sich das Haus in den nächsten drei Jahren um 20 Zentimeter. Das müssen sämtliche Bauteile mitmachen. Stellenweise muss dann nachjustiert werden. Vor fünf Wochen begann für das Paar das Abenteuer Holzblockhaus. In etwa vier Monaten soll alles fertig sein. Für das zweite September-Wochenende ist ein Tag der offenen Tür geplant. Dann können Interessierte auch ganz nach herangehen und sich von dem Unikat überzeugen.

Quelle: Westfalenpost, 03.06.2017, Autor: Kevin Kretzler

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