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BLOCKhome berichtet über "Kult mit Pult"

Pultdächer: beeindruckende Raritäten

Im September eröffnete in Brandenburg das Rundbalken-Musterhaus „Mikado“ seine Pforten.

Häuser mit Pultdach sind immer spektakulär. Sie sind gut zu bewohnen, weil sie keine Dachschrägen haben und lassen sich besonders einfach als Blockhaus realisieren. Und dennoch werden sie selten gebaut. Ein Anbieter aus Ostdeutschland wagt es, ein Rundbalkenblockhaus mit Pultdach als Musterhaus zu bauen. Das Design des Gebäudes wird von außen vorgebauten, schrägen Stützstämmen dominiert und wirkt exklusiv. Die vier Stützen tragen das unten weiß gestrichene Pultdach auf einer Rundpfette. Der Dachüberstand beträgt rundum etwa zweieinhalb Meter. Vorne erstreckt sich ein Balkon mit feinem Edelstahlgeländer über die gesamte Hausbreite. Hinter dem kompakten Gebäudekörper ist ein kleiner Parterreanbau angeschlossen, ebenfalls mit Pultdach.

Spielerischer Name


Das neue Musterhaus trägt den treffenden Namen „Mikado“, weil die Stützen vor dem Gebäude sich mit den runden Blockbalken locker die Hand geben, was an das beliebte Geschicklichkeitsspiel erinnert. Der Name bleibt hängen und bei der Suche nach einem geeigneten Wohnblockhaus, sollte man dieses Werk nicht unbesichtigt lassen. Die freundliche Farbgestaltung außen mit einer orangenen Kiefernöllasur und weißen Fenstern wirkt, dank LED-Beleuchtung, auch nachts.

Rundbalken mit 27 Zentimetern


Das Rundbalkenhaus ist auch eine Besonderheit, weil es mit einschaligen Wänden konstruiert ist. Seine 27 Zentimeter starken Blockwände bestehen aus finnischem Lamellen-Fichtenholz. Die achtfach verleimten Balken neigen nicht zum Reißen und Verziehen, weil sich die Holzspannungen gegenseitig aufheben. Zudem verursachen die Mehrfachbalken nur eine minimale Setzung des Hauses. Ganze 27 Balkenlagen türmen sich in der vorderen Fassade, während es hinten fünf weniger sind. Die obersten Balken wurden bereits im Werk exakt mit der Dachneigung von sieben Grad abgeschrägt. An den Verkämmungen wurde eine vierfache Eckdämmung eingebaut, um absolute Winddichtigkeit zu erreichen.

Für polare Zeiten gedacht


Was an der Wand wärmetechnisch zur Erfüllung der Energiesparverordnung fehlt, wurde bei Dach Boden und Fenstern wieder gut gemacht. Der Anbieter schwört seit Jahren auf Korkdämmung, die in dicker Schüttung unter dem Fußboden und auf der Dachschalung liegt. Einen Einblick in das „Polarkonzept“ genannte System, gibt ein im Dielenboden eingelassenes Sichtfenster.

Über 20 Jahre Erfahrung

Mas Musterhaus „Mikado“ steht in Klosterfelde in Brandenburg. Hier betreut Heiko Jost seit 20 Jahren Kunden aus Deutschland und dem Ausland. Und so wundert es kaum, dass sich über die Jahre um sein bisheriges Musterblockhaus nun vier weitere private Wohnblockhäuser angesammelt haben; diese sind zwar nicht zu besichtigen, sie stehen aber für ein überzeugendes Produkt.

Rundbalken-Charme rundum

Das neue Musterhaus des Anbieters ist schon außen ein Hingucker. Doch noch spannender ist es im Inneren, wo gewohnt und gelebt wird. Die Wände aus Rundbalken wurden im eingeschossigen Anbau auch zur Raumtrennung eingesetzt. Mit ihrem hellen unbehandelten Fichtenholz sorgen sie für besonderen Charme. Nachts kann die Rundholzfassade mit LED-Leuchten effektvoll in Szene gesetzt werden. Zimmer verschiedener Größe, breite Verkehrswege und ein helles Interieur lassen den Bewohner viel Raum zum Leben und Durchatmen.

Besuch vom Skiflug-Adler


Ein stetiger Begleiter des Anbieters ist inzwischen der sogenannte Markenbotschafter, die Skisprunglegende Jens Weißflog aus Oberwiesental. Auch im September ließ er es sich nicht nehmen, der Eröffnungsfeier beizuwohnen. Schließlich ist er selbst auch Besitzer eines Rundbalkengebäudes im Erzgebirge vom selben Hersteller. Zu den Feierlichkeiten waren rund 200 Gäste angereist, darunter die Partnerbetriebe aus Finnland und der Slowakei.

Kastenfenster nach Hauskonzept

Zum energetischen Konzept des Blockhauses gehören die vom Anbieter entwickelten Doppelglasfenster im Kastenrahmen. Bei diesen sitzt eine gerahmte Scheibe mit Luftzirkulation außen vor den Doppelscheibenrahmen. Eindrucksvoll ist ein Wohnzimmerfenster über das Hauseck geführt – ein Detail, das leicht wirkt, aber technisch sehr anspruchsvoll ist.

Heizen mit Strom und Scheitholz

Praxisnah wird im Musterhaus demonstriert, wie einfach sich ein so großes Massivholzhaus mit einem simplen Bullerjan-Holzofen heizen lässt. Die eigentliche Wärmeversorgung erfolgt aber über eine außen stehende Luftwärmepumpe, die ihre Energie im Parterre über die Fußböden und im Dachgeschoss über Fußleistenheizung verteilt. Eine Fußbodenheizung funktioniert auch bei massiven Eichendielen, wie es im Musterhaus zu sehen ist.

Seitlich rein, hinten raus


Der Eingang des Gebäudes ist für die Nordseite konzipiert, während die repräsentative Südseite mit Doppelflügeltür zur Gartenterrasse zeigen sollte. Um das Musterhaus besser betrachten und einschätzen zu können, hat man die Gartenseite hier jedoch nach vorn zum Besucher hin ausgerichtet. Ein breiter Flur mit einer Treppe am Ende führt zu allen Räumlichkeiten. In jedem Zimmer hat der Anbieter Detaillösungen dokumentiert, wie an Rundbalkenwänden die Installationen elegant ausgeführt werden können. Wie gut ein Haus wirken kann, wenn es professionell geplant wurde, zeigten die Anordnung von Wohnraum und Küche, die sich der Sonne zuwenden, während ein Bad und zwei Schlafräume hinten im Anbau liegen. So kann das Haus auch ebenerdig bewohnt werden. Insgesamt stehen den Bewohnern 178 Quadratmeter zur Verfügung, da alle Räume über zwei Meter hoch und damit voll nutzbar sind. Die Grundfläche des Gebäudes bedeckt zwölf mal elf Meter, hinzu kommt die Terrasse. Das Blockhaus wird europaweit als Ausbauhaus ab Werk für rund 130.000 Euro angeboten.

Quelle: BLOCKhome, Ausgabe 2015-01


BLOCKhome 01-2015