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Nordamerika bereist, in Deutschland Blockhaus gebaut

In Amerika gesehen, in Deutschland gebaut - sein Rundstamm-Blockhaus

„Crazy Feet Torsten“ steht auf seinem T-Shirt. Mit kräftigen Händen und einem ebenso kräftigen Händedruck begrüßt uns Torsten Schröder in Schwepnitz. Das mit den Händen wird wohl daran liegen, dass er Besitzer einer freien Kfz-Werkstadt ist und selbst Hand an legt. Seine verrückten Füße, so merken wir schnell, haben etwas mit seinem, wie er selbst sagt, Hobby zu tun. „Kommt mal mit, mein Blockhaus liegt weiter hinten.“ Von der Hauptstraße weg fahren wir an das Landschaftsschutzgebiet Westlausitz und entdecken in angenehm schattiger Lage sein Rundstammhaus mit dem passenden Namen „Elch“. Westernfan Torsten wohnt nicht in diesem Haus, sondern nutzt es als Blockhaus zum Relaxen, Feiern und vielleicht irgendwann als Alterssitz, wer weiß. Außerdem, so der Tüftler:

„Ich hatte mal Lust auf was anderes als nur an Autos zu schrauben. Ich wollte mir endlich meinen Traum erfüllen und mein eigenes Blockhaus bauen.“

Er hegt ein sichtbares Faible für den nordamerikanischen Kontinent. Seit den 90ern bereist er das Land seiner Träume und nimmt das dort Gesehene und Gelernte mit nach Hause. „Einmal reisten wir 1,5 Monate mit dem Wohnmobil von Vancouver über die Rockies nach Alaska.“ Bekanntschaften mit Bären waren keine Seltenheit.

„In einem indianischen Dorf sah ich Stühle, die ich zu Hause für meine Terrasse nachgebaut habe.“ Nicht nur die Stühle auch die Einrichtung erinnert an den Wilden Westen. „Aber nicht zu viel, man muss das schon mit moderner Einrichtung kombinieren, sonst wird’s altbacken“, so der Blockhaus-Besitzer. Der Küchentresen aus Rundstämmen erinnert stilecht mit den mahagonifarbenen Barhockern an einen Saloon in Cowboy-City. Gemeinsam mit seinen Freunden von der Western-Truppe rund um die Greenhorn Ranch in Königsbrück lebt er die Begeisterung hier in Deutschland.

Wenn er mal keine Party mit Freunden feiert, bei welcher der echte Barbecue angefeuert und das Lagerfeuer entfacht wird, dann genießt er den Ausblick auf sein Landschaftsschutzgebiet und arbeitet. Ja, richtig gelesen.

„Hier im Blockhaus mache ich gute Geschäfte, wahrscheinlich, weil ich entspannter bin.“

Er lacht. Und wenn er keine Geschäfte macht? Dann werkelt er an seinem Liebling. Wer viele Kontakte hat, kommt gut voran und die hat er. Elektrik, Sanitär, Dies und Das, alles wurde selbst gemacht. Seit 2011 wird an diesem Haus gebaut und eingerichtet. Das machen er und seine Frau, die übrigens seine Leidenschaften teilt, bewusst. Nichts soll überstürzt werden, alles gut durchdacht und vor allem selbst gemacht.

Auch die Steinverkleidung an den Wänden hat Torsten mit seinen Kumpels selbst gemacht. „Zwei Mann standen zum gucken und ausrichten und einer setzte die Steine an die Wand. Mordsarbeit, aber es hat sich gelohnt.“ Es gibt viel zu entdecken inner- und außerhalb des Rundstammhauses.

Wie das Holz für die Blockhäuser Zeit braucht um gut zu wachsen, so sollten sich auch die Bauherren Zeit für ihr Häuschen nehmen.

Wir wünschen alles Gute, Cowboy!

Rundstammhaus Landschaftsschutzgebiet Westlausitz

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