Der große Kork-Report: Teil 3
News von LéonWood®
Der große Kork-Report: Teil 3 – Einsatzgebiete
Kork ist eine universelle Wunderwaffe! Sein Können wird durch die ausschließliche Betrachtung als reiner Flaschenverschluss leider weitgehend unterschätzt. In unserem großen Kork-Report wollen wir darüber aufklären, was Kork eigentlich alles kann, denn nur wenige natürlich erneuerbare Materialien tangieren unser Leben so häufig wie Kork! Viele Anwendungen mögen für unsere Augen nicht sichtbar sein, aber ihr Nutzen ist wesentlich und mannigfaltig. Die einzigartigen Vorteile des Materials machen unseren Alltag sicherer, lebenswerter und komfortabler.
Flaschenkorken
Flaschenkorken aus Kork bieten unübersehbare Vorteile gegenüber anderen Verschlüssen. Sie bewahren ihre natürliche Elastizität über Jahre, sind chemisch neutral und undurchlässig gegenüber Flüssigkeiten und Gasen. Noch in den Korkfabriken wird der rohe Stopfen veredelt und endbehandelt. Durch die Oberflächenbehandlung mit Paraffin und Silikon soll beispielsweise die Haltbarkeit und Gleitfähigkeit des Korken optimieren werden, je nach Flaschentyp. Auch ein individuelles Branding erfolgt nun. Firmenlogos, Werbebotschaften, Chargennummern: Winzer, Kellereien und weitere Gewerbetreibende erhalten am Ende ein gänzlich individualisiertes Produkt für ihre Flaschen.
Beim Abfüller angekommen, wird der Korken mit einer speziellen Maschine von einem Durchmesser von 24mm auf 16mm zusammengedrückt, dass er sich problemlos in den Flaschenhals drücken lässt. Das Material nimmt dabei keinen Schaden, da die Zellen des Korks zu einem großen Teil mit Luft gefüllt sind. Rund zwei Tage benötigt der Korken in der Flasche, bis er sich wieder auf seine Originalgröße ausgedehnt hat. Der Wein ist genussbereit.
Es gibt unterschiedliche Arten von Kork-Korken. Neben dem reinen Naturkorken, der direkt aus der Korkrinde gestochen wird, gibt es Presskorken – sogenannte Agglomerat-Korken – die aus Granulat gepresst werden. Sie werden zum Beispiel für Schaumweine verwendet.
Übrigens: dass der Wein besser liegend als stehend gelagert werden soll, ist ein Mythos. Studien belegen, dass die Lagerung des Weines keinen Qualitätsunterschied hinsichtlich seiner Entwicklung erkennen lässt.
Kork im Bausektor
Der Kork, der nicht zu Stopfen verarbeitet wurde, wird im Bausektor in Form von Granulat weiterverarbeitet. In gepresster Form kann er quasi in jede beliebige Form gebracht werden und bietet in jeder Situation eine maßgeschneiderte Lösung. Die Fähigkeit, gleichzeitig wärmedämmend, schall- und schwingungsdämpfend zu wirken, macht Kork zur besten Wahl innerhalb unzähliger Anwendungen im Bauwesen. Er rostet nicht, ist extrem feuerfest und kann schwere Lasten tragen. Bei den Baumaterialien sind Fließen, Würfel, Blöcke und andere Produkte mit Bindemitteln die wichtigsten Exportprodukte. Je nach Produktvorgabe und Verarbeitungstechnik, kann Kork in zahlreichen weiteren Industriebereichen eingesetzt werden.
Korkplatten für Böden und Wände
Eine warme und pflegeleichte Alternative für Boden- und Wandbekleidungen können Korkfliesen sein. Da Kork außergewöhnlich abriebfest ist, Feuchtigkeit widersteht und Schall dämpft, ist er eine besonders haltbare Variante für Wand- und Bodenbekleidungen. Die Korkplatten gibt es in jeder Größe, Farbe und Stilrichtung. Neben privaten Wohnungen können damit natürlich auch Büros oder Industrieräume verschönert werden.
Weitere Themen
Haushalt und Gebrauchsgegenstände aus Kork
Im Alltag begegnet uns Kork häufiger, als man denkt – etwa als Pinnwand oder Untersetzer. Das Material wirkt warm, natürlich und angenehm in der Haptik. Unterlagen, Tabletts oder Geschenkartikel zeigen, wie selbstverständlich Kork im täglichen Leben verankert ist. Seine Oberfläche verleiht vielen Gegenständen eine besondere Wertigkeit.
Kork in der Infrastruktur
Kork findet sich auch im Straßen- und Tunnelbau. Dort kommt er in Dehnungsfugen und speziellen Verbindungen zum Einsatz, da er Temperatur- und Klimaschwankungen zuverlässig standhält. Seine physikalischen und mechanischen Eigenschaften machen ihn belastbar und flexibel zugleich. Im Betonbau dient er unter anderem als Druckausgleichselement.
Kork in Kunst, Kultur und Freizeit
In der Mode ist Kork ebenfalls präsent – in Schuhen und Sandalen, bei Taschen, Geldbörsen oder auch Möbeln. Künstler nutzen das Naturmaterial, um seine charakteristische Ästhetik und Nachhaltigkeit sichtbar zu machen. Auch im Sport- und Freizeitbereich ist Kork verbreitet: Boots- und Angelausrüstungen, Schlag- und Softbälle, Bowlingkugeln oder Dartboards enthalten Korkbestandteile. Selbst im Instrumentenbau wird er eingesetzt – etwa in Holz- und Blechblasinstrumenten in Form von Ventilen oder Verbindungen.
Technologie und Kork
In der modernen Technik ist Kork ein bewährtes Material. Automobil- und Elektroindustrie, Ingenieurwesen und Luftfahrt setzen auf seine Elastizität, Kompressibilität und Hitzebeständigkeit. In Verbindung mit mechanischer Widerstandsfähigkeit und Formstabilität eignet sich Kork für Dichtungen in Maschinen, Getrieben oder Transformatoren. Eine besondere Anwendung ist der Einsatz als Wärmeschutz in der Raumfahrt. Bei extremen Temperaturen, etwa beim Ein- und Austritt von Raumfahrzeugen in die Atmosphäre, schützt Kork als isolierende Schicht empfindliche Bauteile vor Hitze.
Zu guter Letzt – Kork als Dämmmaterial
Ein zentraler Einsatzbereich von Kork ist die Gebäudedämmung. Da LéonWood® dieses Naturmaterial gezielt in diesem Zusammenhang verwendet, widmen wir diesem Thema einen eigenen Abschnitt im nächsten Teil des Großen Kork-Reports. Freuen Sie sich auf Teil 4: LéonWood® und der Kork.